Zu einer guten und sicheren Fahrradausrüstung gehören nicht nur ein stabiler Rahmen und gute Reifen, sondern auch ein qualitativ hochwertiger Sattel. Qualität allein reicht aber auch hier nicht unbedingt aus, um lange etwas von seinem Sattel zu haben. Während die Wahl eines Sattels oft subjektiv ist, kann die Pflege und korrekte Anwendung als nicht sonderlich aufwendig eingestuft werden. Sicherlich haben unterschiedliche Hersteller auch ihre eigenen Hinweise und Tipps hierzu, aber die grundlegende Pflege bleibt meist gleich.

Im Folgenden haben wir Ihnen wichtige Punkte diesbezüglich zusammengestellt:

Genauso wie Sie den Rahmen, Bremsen, Speichen und Reifen ihres Fahrrads regelmäßig reinigen und pflegen, sollte auch die Sattelpflege nicht vernachlässigt werden. Dadurch wird nicht nur die Langlebigkeit verbessert, sondern auch der Komfort und der Wohlfühlfaktor, den Sie beim Fahrradfahren erleben sollten, bleibt erhalten. Zuerst sollten Sie wissen, welche Art Sattel Sie haben, da die Reinigung wesentlich vom Material, aus dem Ihr Sattel gefertigt wurde, abhängt.

Meist stellt sich hier die Frage, ob Sie einen Ledersattel oder einen Kunststoffsattel haben. Ein Kunststoffsattel ist sehr pflegeleicht, was mitunter an der robusten und meist wasserabweisenden Oberfläche liegt. Bei einem Kunststoffsattel wird es für Dreck und Schmutz sehr schwierig, sich im Material festzusetzen. Es reicht hier also völlig aus, wenn Sie den Sattel mit etwas Wasser (am besten lauwarm) und einem normalen Reinigungsmittel regelmäßig abwischen. Insbesondere nach einer Fahrradtour durch staubiges oder matschiges Terrain empfiehlt es sich, mit einem Lappen drüber zu wischen. Wenn Ihr Fahrradsattel allerding aus Leder ist sieht es da schon etwas anders aus. Die Reinigung gilt zwar weiterhin als unkompliziert, aber Leder sollte zusätzlich gepflegt werden. Wenn es um die oberflächige Reinigung des Sattels geht, können Sie wie bei einem Kunststoffmodell vorgehen: warmes Wasser und ein Lappen zum Abwischen reichen hier völlig aus.

Allerdings ist es wichtig, das Leder regelmäßig mit Lederfett zu pflegen. Dadurch wird die Langlebigkeit gewährleistet. Spezielles Lederfett ist im Fachhandel erhältlich und sollte dazu benutzt werden, den Sattel etwa alle sechs Monate einzuschmieren. Achten Sie hierbei darauf, dass das Fett gut einziehen kann, bevor sie es mit einem weichen und vor allem trockenen Tuch polieren. Der Grund, weshalb ein Ledersattel mit Fett eingerieben werden sollte, ist der, dass das Leder ohne die regelmäßige Einfettung mit der Zeit Risse bekommen und kaputtgehen könnte.

Des Weiteren sollten Sie auch darauf achten, dass Sie die Metallteile, sowie Schrauben stets gut nach einer Reinigung abtrocknen, damit kein Rost entstehen kann. Auch sollten Sie die Scharniere, die den Sattel mit dem Rahmen des Fahrrads verbinden, kontrollieren, um sicherzugehen, dass der Sattel gut befestigt ist. Wenn Sie einen sehr teuren Sattel haben, so wird empfohlen, diesen bei Stopps abzumontieren und mitzunehmen. Wenn Sie außerdem weiteren Tipps des Herstellers folgen, werden Sie sicherlich lange viel Spaß mit ihrem Sattel und auf Ihren Fahrradtouren oder im Radsport haben.